SCHÖNBERG: ERWARTUNG

Eine Frau irrt nachts verzweifelt durch den Wald auf der Suche nach ihrem Geliebten. Nur vom Mondlicht beleuchtet, stolpert sie über eine Leiche, oder vielleicht über einen Baumstamm. Eine Reise in den rasanten Wechsel vielfältiger seelischer Empfindungen bringt sie an die Grenze des Wahnsinns.
Opéra sur tréteaux kehrt 
an den expressionistischen und feministischen Wurzeln von Schönbergs 1909 komponiertem Monodrama, dessen Libretto von der Feministin und gründerin der Sexualaufklärung, Marie Pappenheim, entworfenen wurde.
Mithilfe von Live-Animation wird der Blick gespaltet: Perspektive und Narration werden zerstört, um zu einer postanalytischen Darstellung der Psyche zu gelangen. So wird dem Irrationalen neue Legitimität verliehen und zu einer Versöhnung mit den vielfältigen und mitunter widersprüchlichen Facetten des Selbst ermuntert. Gesang, Klavier, Licht und Live-Animationen spielen kammermusikalisch zusammen, um jede Feinheit der Partitur expressionistisch zu vergrößern.

Geplante Premiere am Schlossplatztheater Köpenick am 1.09.2022

 

Musik: Arnold Schönberg

Libretto: Marie Pappenheim

Konzept, Künstlerische Leitung: Sophie Catherin

Dramaturgie: Giulia Fornasier

Regie: Laure Catherin

Bühne: Isabelle Kaiser

Mit:

Sophie Catherin: Gesang

Hans Kretz: Klavier

Naomi van Niekerk: Live Animation

Emmanuelle Phelippeau-Viallard: Licht